Innovationspotentiale erkennen, einschätzen und mit Hausverstand anwenden

Sie haben ein Problem gefunden, für das es noch keine optimale Lösung gibt?

So lautet das aktuelle Programm „Impact Innovation“ der FFG, im Zuge dessen sich „branchenoffen“ sowohl Start-ups/Unternehmen in Gründung, Personen- oder Kapitalgesellschafter mit oder ohne Gewinnabsicht, natürliche Personen/EinzelunternehmerInnen, Vereine oder auch Gemeinnützige Organisationen um eine Förderung ansuchen dürfen. Die Besonderheit an diesem Programm ist, dass mittels Einsatz von Innovationsmethoden eine Lösung für ein bis dato bestehendes Problem gefunden werden kann. Via diesen Innovationsprozess soll anhand einer intensiven Problemanalyse das Finden von neuen Ideen, unter Einbindung von relevanten Beteiligten bzw. InnovationsexpertInnen, ermöglicht werden, sodass passende Lösungen entwickelt werden können. 

Warum ist dieses Programm aber so interessant? Nun, da es erstens branchenoffen ausgerichtet ist und bereits ab dem Status einer „angestrebten Problemanalyse“ eine Beantragung der Förderung ermöglicht. Also, ist dieses Förderprogramm als „Einstieg“ in die Innovationswelt zu sehen und ist demzufolge für diverse Organisationen in Tirol andenkbar – von Tourismus bis zu Handel, Produktion und Dienstleistungen. Und zweitens, dass diese Förderung auch von Vereinen und gemeinnützigen Organisationen beantragt werden können, wodurch auch Vorhaben mit sozialen, gesellschaftlichen und nachhaltigen Aspekten im Fokus stehen können bzw. sogar von der FFG im gewissen Sinne favorisiert werden.

Im Zuge von diversen Innovationsvorhaben ist jeweils zu beachten, dass relevante Akteure und Stakeholder im Projekt miteingebunden werden sollen. In der vorliegenden Programmlinie ist es ein „must have“, dass sämtliche Betroffene, Stakeholder und ExpertInnen in die Projektplanung miteingebunden werden. Dies hat für alle Beteiligten den Vorteil, dass praktisch beginnenden mit der Problemanalyse sämtliche „Kunden und Lieferanten“ dem Prozess hinzugefügt werden, sodass am Ende des Innovationsprozesses eigentlich eine maßgeschneiderte Dienstleistung oder Produkt zum Einsatz oder auch Markteinführung bereitsteht. Der Zeitpunkt der Vermarktung des Produktes oder Dienstleistung ist im geförderten Projekt nicht mehr abbildbar, wodurch die Projekte eine max. Projektlaufzeit von 12 Monate aufweisen. Demzufolge handelt es sich beim Impact-Innovation-Programm um ein beschleunigtes Projekt-Sondierungsprogramm, welches mit 50% der Kosten, gemessen an einer Obergrenze der Projektkosten in Höhe von € 150.000, gefördert wird. Also, es stehen max. € 75.000 als Zuschuss für notwendige Personal- und Sachkosten bzw. auch Beratungs- und Drittkosten sowie auch Kosten für Workshops (Catering und Raummiete) zu Verfügung.

Wir empfehlen daher allen relevanten Organisationen in Tirol ihre Vorhaben dahingehend zu überprüfen, ob diese dem Kontext der „Problemstellung und Definition einer neuartigen Lösung“ entsprechen und/ob relevante Akteure für das Projekt bereitstehen würden. Wichtig: Projekte können laufend eingereicht werden – die Cemit unterstützt sie hierbei gerne.

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